Fassadendämmung – Gebäudehülle dämmen & Energiekosten sparen

Die nächste Heizkostenabrechnung kommt bestimmt und mit ihr das ungute Gefühl, dass ein Großteil der Wärme einfach durch die ungedämmten Außenwände des Hauses entweicht. Kennen Sie diese Situation auch? Eine professionelle Fassadendämmung kann die Heizkosten um bis zu 35% senken. Und das Beste: Der Staat fördert diese Maßnahmen! Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) erhalten Sie bis zu 20% Zuschuss auf die Investitionskosten. Und wer eine ältere Immobilie geerbt oder erworben hat, hat drüber hinaus oft keine Wahl: Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) macht die Dämmung der Fassade unter bestimmten Voraussetzungen zur gesetzlichen Pflicht. 

Ob Sie nun handeln möchten oder müssen – wir beim Bauzentrum Lüchau begleiten Sie vom ersten Beratungsgespräch bis zur fertigen Fassade

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Außen- oder Innenwand dämmen – Welche Methode ist besser?

Eine gute Fassadendämmung sorgt dafür, dass die Wärme länger im Haus bleibt. Egal, ob Sie mit Gas, einer Wärmepumpe oder mit Brennholz heizen. Die Vorteile einer Dämmung der Fassade von außen überwiegen gegenüber einer Innenwanddämmung. Planen Sie eine Renovierung der Fassadenfläche, dann sollten Sie am besten auch die Außenwanddämmung in Angriff nehmen. Zudem schreibt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) eine effiziente Dämmung der Fassade vor, sobald Sie mindestens 10 Prozent der Fassadenfläche sanieren. 

Ein großer Vorteil der Dämmung von außen ist die Anbringung eines Wärmeverbundsystems (WDVS) an die Fassade. So befindet sich die Außenwand komplett im Warmbereich des Hauses und ist damit vor Frost und Schlagregen geschützt und es gibt kaum Wärmebrücken, die zu Schimmel führen können. Außerdem geht kein Wohnraum verloren. Experten empfehlen einen Mindestwert von 12cm für die Außendämmung. Dies reduziert den Wärmeverlust durch die Wand bis zu 75 Prozent. 

Jedoch ist nicht immer eine Dämmung der Außenwand möglich. Ist das Gebäude beispielsweise denkmalgeschützt oder die Abstände zu den Grundstücksgrenzen und zur Nachbarbebauung sind bereits sehr gering. Auch das äußere Erscheinungsbild der Immobilie verändert sich durch die außenliegende Dämmschicht stark sowie der Dachüberstand reduziert sich und kann zu weiteren Baumaßnahmen führen. Daher gibt es auch für die Innendämmung einen großen Markt. Eine Innenwanddämmung kann außerdem zu jeder Jahreszeit angebracht werden und die Kosten sind geringer. Experten empfehlen hier eine 6-8cm dicke Dämmschicht bei der Dämmung von innen. Bis zu 10 Prozent an Heizkosteneinsparungen sind so möglich. 

Fassadendämmung von innen: Was ist zu beachten?

Bei einer Innendämmung kühlt die Außenwand des Hauses im Winter schnell aus, während die Wohnräume in der Regel beheizt werden. Es bildet sich Kondenswasser, was zu Schimmel führen kann. Um dies zu verhindern, sollte bei vielen Dämmarten eine Dampfbremse  absolut sauber und luftdicht verlegt werden. Eine Alternative zur Dampfbremse sind sogenannte kapillaraktive Innendämmsysteme

Hier sind alle Bestandteile – vom Dämmstoff bis zu den Oberflächenbeschichtungen – in der Lage, Feuchtigkeit aufzunehmen und bei Bedarf wieder an die Raumluft abzugeben. Die Materialien sind dampfdiffusionsoffen und verfügen über eine innere Kapillarstruktur. Kapillaraktive Dämmstoffe sind zum Beispiel Mineraldämmplatten, Perlit-Dämmplatten, Kalziumsilikatplatten oder Holzfaserplatten

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Der Lüchau-Expertentipp:

„Viele Hausbesitzer machen den Fehler, eine Fassadendämmung als isoliertes Einzelprojekt zu betrachten. Eine Gebäudehülle funktioniert jedoch wie ein sensibles Klimasystem: Dämmstoff, Fenster und das spätere Lüftungsverhalten müssen exakt aufeinander abgestimmt sein, um die Bauphysik zu entlasten und Feuchtigkeit oder Schimmel dauerhaft zu vermeiden. Mein Praxis-Tipp: Lassen Sie vor der Materialbestellung unbedingt einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellen. Das sichert Ihnen nicht nur maximale staatliche Fördergelder von bis zu 20 % statt der regulären 15 %, sondern gibt Ihnen auch die Gewissheit, dass alle Modernisierungsschritte perfekt ineinandergreifen. Wir von Lüchau prüfen gemeinsam mit Ihnen und zertifizierten Energieberatern vor Ort, welches Dämmsystem statisch, energetisch und wirtschaftlich die beste Wahl für Ihren Altbau im Norden ist.“

— Helena Overbeck

Fachberaterin energetische Sanierung

Welche Dämmung für Fassaden gibt es?

Wärmeverbundsystem (WDVS): Das Wärmeverbundsystem (auch Vollwärmeschutz genannt) ist aus mehreren Schichten aufgebaut: Direkt auf die Fassade werden zunächst Dämmstoffplatten aus Styropor oder aus Mineralwolle geklebt. Darauf kommt eine SChicht aus Armierungsmörtel oder Glasfasergewebe. Am Ende folgt eine Schicht aus Oberputz. 

Vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF): Die VHF sorgt dafür, dass Regen vom Dämmstoff und vom Mauerwerk fernbleibt. Die Fassadenplatten liegen auf dem Mauerwerk auf und werden an einem Grundprofil ausgerichtet. Darauf wird das Gragprofil als Abstandhalter montiert. Anschließend wwerden die Fassadenblatten auf dem Tragprofil mondet. Zwischen der Wärmedämmung den den Fassadenplatten entsteht so ein Hinterlüftungsraum, der den Feuchtehaushalt zuverlässig regeln kann. 

Kern- oder Einblasdämmung: Bei einer zweischaligen Außenwand ist die Kerndämmung zu empfehlen. So bleibt das Erscheinungsbild der Immobilie erhalten. Bei der Kern- oder Einblasdämmung werden die Mauerschalen mit Dämmmaterial - wie beispielsweise EPS-Granulat oder Zelluloseflocken - befüllt. Durch das Einblasen des Materials entsteht eine fugenlose Dämmschicht. Jedoch müssen Löcher in das Mauerwerk gebohrt werden, um das Füllmaterial an Ort und Stelle zu bringen. 

Welche Materialien eignen sich für Ihre Fassadendämmung?

Die Wahl des richtigen Dämmstoffs ist keine reine Geschmacksfrage. Sie hängt vom Baujahr der Immobilie, der Wandkonstruktion, eventuell dem Denkmalschutz und nicht zuletzt von Ihrem Budget ab. Ob klassisches Styropor, atmungsaktive Mineralwolle oder ökologische Holzfaser: Jedes Material hat seine Stärken. Unsere Fachberater beim Bauzentrum Lüchau helfen Ihnen, den passenden Dämmstoff zu finden. 

MaterialTypischer EinsatzVorteileNachteile
EPS (Styropor)WDVS
Außendämmung
Günstig, leicht zu verarbeiten, weit verbreitet, gute DämmwerteVergleichsweise dampfbremsend / weniger diffusionsoffen, brennbar (im WDVS jedoch meist schwer entflammbar), erdölbasiert, ökologisch weniger vorteilhaft, Entsorgung/Recycling je nach System aufwendig
Mineralwolle
(Stein-/Glaswolle)
WDVS, VHF,
Kerndämmung
Nicht brennbar bzw. nicht brennbar klassifiziert (je nach Produkt A1/A2), diffusionsoffen, sehr guter SchallschutzSchwerer als EPS, etwas teurer, Verarbeitung erfordert Schutzausrüstung
HolzfaserplattenAußen- & Innendämmung,
Dach, Holzbau, WDVS (je nach System/Zulassung)
Ökologisch, diffusionsoffen, guter sommerlicher Hitzeschutz, gut für AltbauTeurer, höheres Gewicht, empfindlich gegenüber dauerhafter Feuchte
KalziumsilikatplattenInnendämmung,
Schimmelprävention
Kapillaraktiv, schimmelhemmend (durch alkalische Oberfläche & Feuchteregulierung), in der Regel keine Dampfbremse nötig, bauphysikalische Prüfung empfohlenTeurer, schwerer, vorrangig für Innendämmung geeignet
Perlit-/MineraldämmplattenInnendämmung,
Denkmalschutz
Diffusionsoffen, kapillaraktiv, schlanke Innendämmung im Rahmen bauphysikalischer Sanierungen möglichGeringere Dämmwirkung als Hochleistungsdämmstoffe, höherer Preis pro m²
EPS-GranulatKerndämmung
(Zweischaliges Mauerwerk)
Fugenlose Schicht, kein Eingriff ins Erscheinungsbild, schnell eingebrachtNur bei geeignetem, intaktem Hohlraum – typischerweise zweischaligem Mauerwerk – möglich, Rückbau aufwendig
ZelluloseEinblasdämmung
(Dach, Decken, Holzständer)
Ökologisch, fugenlose Schicht, guter Hitzeschutz, schnell eingebrachtHohlräume zwingend erforderlich, Setzungssicherheit muss gewährleistet sein, Einbau meist nur durch Fachbetrieb, nicht für dauerhaft feuchte Bereiche geeignet, Brandschutz durch Zusätze/Einbauvorgaben beachten

Wie viel Förderung gibt es für die energetische Sanierung der Fassade?

Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) erhalten Eigentümer eines Bestandsgebäudes einen direkten Zuschuss, der nicht zurückzuzahlen ist. Die Grundförderung über das BAFA beträgt 15% der förderfähigen Kosten. Wer zusätzlich einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellen lässt, erhält einen Bonus von 5% und kommt damit auf bis zu 20% Zuschuss. 

Die förderfähigen Kosten sind je Wohneinheit auf 30.000 EUR begrenzt. Mit einem iSFP sogar auf 60.000 EUR. In der Praxis bedeutet dies: Bei einer Investition von 30.000 EUR ohne Sanierungsfahrplan erhalten Sie bis zu 4.500 EUR Zuschuss, mit einem Sanierungsfahrplan erhalten Sie bis zu 6.000 EUR als Zuschuss.

Wer den BAFA-Zuschuss nicht in Anspruch nehmen möchte oder kann, hat eine weitere Option: Die Sanierungsmaßnahmen lassen sich alternativ steuerlich nach §35c EStG geltend machen. Zuschuss und Steuerbonus lassen sich allerdings nicht kombinieren. 

Außerdem bietet die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) zinsgünstige Kredite an. Nutzen Sie unseren Fördermittelrechner für einen ersten Überblick. Sprechen Sie auch mit einem unserer Fachberater und nutzen Sie die Vorteile durch die Einbindung unsere Koordinators zur energetischen Sanierung! 

Gibt es eine Dämmpflicht bei Sanierung der Gebäudehülle?

Nach dem GEG (Gebäudeenergiegesetz) kann bei Immobilien, die vor dem 21.12.1983 unter Umständen eine Außenwanddämmung sogar Pflicht sein. Wenn bei einer Fassadensanierung mehr als 10 Prozent der Gesamtfläche erneuert werden, zum Beispiel weil Sie das Haus neu verputzen möchten, dann tritt dieses Gesetz in Kraft. In diesem Fall muss eine Dämmung von außen erfolgen, die den Vorgaben der GEG entspricht. Unsere Experten zur energetischen Sanierung geben Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten. Lassen Sie sich am besten gleich unverbindlich & individuell beraten

Alles aus einer Hand – Dämmung der Fassade mit Experten von Lüchau!

Vertrauen Sie Ihr Sanierungsprojekt nicht irgendjemandem an, sondern echten Profis vom Lüchau Bauzentrum. Wir liefern nicht nur das Material bester Qualität, sondern bieten eine Vielzahl von Services und Leistungen gebündelt rund um das Thema an. Unsere Experten aus den unterschiedlichen Fachabteilungen sind im stetigen Austausch untereinader bei der Verwirklichung Ihres Traums und freuen sich auf Ihr individuelles Projekt.

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Unsere Experten für Ihre Fassadendämmung:

Persönlich, kompetent, individuell – unverbindliche Fachberatung vor Ort oder telefonisch!

NameStandortKontakt
Overbeck, Helena
Wedel
Wedel
  04103 / 8009-207
  helena.overbeck@luechau.de

FAQ Fassadendämmung | Ihre Fragen - unsere Antworten

Wann lohnt sich eine Fassadendämmung am meisten?

Bei Altbauten mit einem Baujahr vor 1995 und bei jährlichen Heizkosten von über 2.000 EUR lohnt sich eine Fassadendämmung in der Regel am meisten, da bei diesen Gebäuden besonders viel Energie über die Wände entweicht. Die Kosten der Dämmung kkönnen sich nach etwa 15 Jahren bereits amortisiert haben. Tipp: Beantragen Sie zwingend vor der Sanierung eventuelle Fördermittel. 

Außen- oder Innenwand dämmen – Welche Methode ist besser?

Eine gute Fassadendämmung sorgt dafür, dass die Wärme länger im Haus bleibt. Die Vorteile einer Dämmung der Fassade von außen überwiegen gegenüber einer Innenwanddämmung, da kein Wohnraum verloren geht. Experten empfehlen einen Mindestwert von 12 cm für die Außendämmung, um den Wärmeverlust durch die Wand um bis zu 75 Prozent zu reduzieren. Ist eine Außendämmung nicht möglich, bietet die Innenwanddämmung (empfohlen 6-8 cm Dicke) eine kostengünstigere und jahreszeitunabhängige Alternative, die bis zu 10 Prozent Heizkosteneinsparung ermöglicht.

Wie teuer ist eine Dämmung der Fassade pro qm ungefähr?

Die Kosten für energetische Sanierung erscheinen zunächst sehr hoch, jedoch sollten diese immer als Investition in die Zukunft betrachtet werden. Denn langfristig führen diese Sanierungsmaßnahmen zu erheblichen Einsparungen bei den Energiekosten. Zudem erhöhen sich durch die verbesserte Energieeffizienz der Immobilie auch deren Markt- und Wiederverkaufswert. 

Für die energetische Sanierung von Altbauten bietet beispielsweise die Kreditanstalt für Wiederaufbau (kurz: KfW) bestimmte Fördermittel für Sanierung an und bietet so finanzielle Unterstützung für Eigentümer, die ihre Immobilien energetisch sanieren möchten. Ein individueller Sanierungsfahrplan hilft und ist zum Teil auch zwingend notwendig, die nötigen Schritte zu planen und die am besten geeigneten Förderungen zu beantragen. Über unseren Fördermittelrechner erhalten Sie erste Auskünfte. 

Vereinbaren Sie einen Beratungstermin mit einem unserer Experten und informieren Sie sich individuell, kompetent und natürlich unverbindlich & kostenfrei direkt an einem unserer Standorte! 

Was ist die beste Dämmung für Außenwände?

Eine pauschale Antwort können wir dazu nicht geben, da die Wahl des richtigen Materials stark von den Anforderungen der zu dämmenden Immobilie abhängt. Außerdem kommen noch weitere individuelle Anforderungen an Brandschutz und Nachhaltigkeit hinzu. 

Wie stark sollte eine Außenwanddämmung sein?

Man sagt, dass eine Stärke zwischen 14-25cm der Standard sein sollte. Die genaue Dicke hängt jedoch vom gewählten Material und von der eventuellen staatlichen Förderung ab.

Wie viel spart man durch eine Fassadendämmung?

Eine Dämmung der Fassade reduziert in der Regel die Heizkosten um 15%-30%. Das können bis zu 600 EUR Heizkosten im Jahr bei einem Einfamilienhaus mit etwa 130qm Wohnfläche ausmachen. 

Was zeichnet eine Vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) aus?

Die vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) sorgt dafür, dass Regen vom Dämmstoff und vom Mauerwerk fernbleibt. Die Fassadenplatten liegen auf dem Mauerwerk auf, werden an einem Grundprofil ausgerichtet und über ein Tragprofil als Abstandhalter montiert.

Wie funktioniert die Kerndämmung per Einblasdämmung?

Durch das Einblasen des Materials in das zweischalige Mauerwerk entsteht eine vollkommen fugenlose Dämmschicht. Hierfür müssen lediglich kleine Löcher in das Mauerwerk gebohrt werden, um das schützende Füllmaterial präzise an Ort und Stelle zu bringen.