Dachdämmung im Raum Hamburg | Baustoffe & Fachberatung
Über ein schlecht oder gar nicht gedämmtes Dach kann viel Heizenergie verloren gehen. Gleichzeitig heizen sich ungedämmte Dachräume im Sommer besonders stark auf. Eine fachgerecht geplante Dachdämmung verbessert deshalb nicht nur die Energieeffizienz Ihres Hauses, sondern auch den Wohnkomfort im Winter wie im Sommer.
Ob energetische Sanierung eines Altbaus, Dachausbau oder komplette Dachsanierung: Beim uns erhalten Sie abgestimmte Dämmsysteme, die passenden Baustoffe und persönliche Fachberatung für Ihr Projekt. Unsere Experten unterstützen private Bauherren und Handwerksbetriebe im Raum Hamburg, Kreis Pinneberg und an unseren weiteren Standorten bei der Auswahl der passenden Lösung.
Dachdämmung im Altbau: Kosten, GEG und Fördermöglichkeiten

Gerade bei älteren Gebäuden gehört das Dach zu den Bereichen, bei denen sich eine energetische Verbesserung besonders bemerkbar machen kann. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt vor allem davon ab, wie das Dach genutzt wird und ob ohnehin eine Neueindeckung geplant ist. Bei einem ausgebauten Dachgeschoss kommen beispielsweise eine Aufsparren-, Zwischen- oder Untersparrendämmung infrage. Wird der Dachboden nicht beheizt und nicht als Wohnraum genutzt, kann dagegen die Dämmung der obersten Geschossdecke eine wirtschaftliche Alternative sein.
Auch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) spielt bei der Sanierung eine wichtige Rolle. Deshalb empfehlen wir Ihnen, den vorhandenen Dachaufbau und das gesamte Sanierungsvorhaben vor der Materialentscheidung fachlich prüfen zu lassen.
Eine energetische Dachdämmung kann als Einzelmaßnahme an der Gebäudehülle grundsätzlich über die Bundesförderung für effiziente Gebäude gefördert werden. Unser Tipp: Nutzen Sie unseren Fördermittelservice.
Welche Dachdämmung ist die richtige?
Welche Dämmmethode für Ihr Dach am besten geeignet ist, hängt von der vorhandenen Konstruktion, der geplanten Nutzung des Dachgeschosses und dem Umfang der Sanierung ab.
Aufsparrendämmung – ideal bei einer Dachsanierung
Die Dämmschicht wird von außen direkt über den Dachsparren verlegt. Dies bildet eine geschlossene, wärmebrückenfreie Haube über dem gesamten Haus. Optimal, wenn das Dach ohnehin neu eingedeckt werden muss.
Zwischensparrendämmung – der Klassiker im Altbau
Der Dämmstoff wird passgenau von innen zwischen die Dachsparren geklemmt. Dies ist eine sehr wirtschaftliche und beliebte Methode, die sich auch bei späteren Dachausbauten hervorragend und einfach umsetzen lässt.
Untersparrendämmung – sinnvolle Ergänzung
Wird raumseitig unterhalb der Dachsparren montiert. Meist geschieht dies als Ergänzung zur Zwischensparrendämmung, um Wärmebrücken weiter zu reduzieren und Platz für Elektroinstallationen zu schaffen.
Oberste Geschossdecke dämmen – wenn der Dachboden unbeheizt bleibt
Wird der Dachboden nicht als Wohnraum genutzt, muss häufig nicht die komplette Dachfläche gedämmt werden. Stattdessen kann die oberste Geschossdecke die thermische Grenze des Hauses bilden. Diese Lösung ist in vielen Fällen einfacher und kostengünstiger als eine komplette Dämmung der Dachschrägen.
Dämmstoffe im Vergleich: Holzfaser, Mineralwolle & PIR/PUR
Für den optimalen Wohnkomfort zählt nicht nur die Kälteisolierung im Winter, sondern insbesondere der sommerliche Hitzeschutz (Phasenverschiebung und Dämpfung der Hitzewelle):
Holzfaserdämmstoffe: Dank ihrer hohen Rohdichte und spezifischen Wärmekapazität bieten Holzfaserplatten den höchsten sommerlichen Hitzeschutz. Sie verzögern das Eindringen der Mittagshitze um viele Stunden (hohe Phasenverschiebung) und sorgen für ein wohngesundes, diffusionsoffenes Raumklima im Dachgeschoss. Typischer Einsatz: Auf-, Zwischen- und Untersparrendämmung.
Steinwolle & Glaswolle (Mineralwolle): Der nicht brennbare Baustoff (Brandschutzklasse A1) überzeugt durch exzellenten Schallschutz gegen Außen- und Fluglärm, ist langlebig und flexibel zwischen Sparren einzubringen. Typischer Einsatz: Zwischen- und Untersparrendämmung.
PIR / PUR (Polyurethan-Hartschaum): Hochleistungsdämmstoff mit extrem niedriger Wärmeleitstufe (WLS 022/023). Ermöglicht schlanke Aufbauten bei maximaler Wärmedämmung – besonders gefragt bei Aufsparrendämmungen mit begrenzter Aufbauhöhe. Typischer Einsatz: Aufsparrendämmung
Zellulose (Einblasdämmung): Ökologisches Recyclingmaterial, das fugenlos in bestehende Gefache eingeblasen wird. Ideal für schwer zugängliche Altbau-Konstruktionen. Typischer Einsatz: Einblasdämmung in geeigneten Hohlräumen.
Für ergänzende Konstruktionshölzer, Dampfbremsfolien, Unterspannbahnen und diffusionsoffene Klebebänder steht Ihnen unsere Abteilung für Hochbau und Baustoffe zur Seite.
Der Lüchau-Expertentipp:
„Bei einer Dachdämmung sollte nicht zuerst die Frage nach dem Dämmstoff gestellt werden, sondern nach dem gesamten Dachaufbau. Gerade im Altbau müssen Dämmung, Luftdichtheit, Feuchteschutz und die vorhandene Konstruktion zusammenpassen. Wenn ohnehin eine Neueindeckung geplant ist, lohnt es sich besonders, die energetische Sanierung gleich mitzudenken. So lassen sich Arbeitsschritte miteinander verbinden und Wärmebrücken häufig deutlich besser reduzieren. Bei einem ungenutzten Dachboden kann dagegen die Dämmung der obersten Geschossdecke die wirtschaftlichere Lösung sein. Unser Tipp: Lassen Sie den vorhandenen Dachaufbau vor der Materialbestellung prüfen und beziehen Sie bei einer förderfähigen energetischen Sanierung frühzeitig einen Energieeffizienz-Experten ein.“
— Helena Overbeck
Fachberaterin energetische Sanierung beim Bauzentrum Lüchau